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Betankung eines Schiffes mit LNG

Grünes Gewissen: Was AIDA für den Umweltschutz tut

  • Neuigkeiten

In den letzten Jahren hat AIDA Cruises stark in die Entwicklung und Umsetzung neuer Umwelttechnologien investiert. Das Ziel der Reederei ist die emissionsneutrale Kreuzfahrt. Mit welchen Maßnahmen dieses erreicht werden soll und welche Meilensteine bereits beschritten wurden, erfahren Sie im Folgenden.



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Inhaltsverzeichnis

Vom Umweltsünder zum Klimaschutz-Vorreiter

Noch 2011 wurde dem Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises vom Naturschutzbund Deutschland (kurz NABU) der Negativ-Umweltpreis „Dinosaurier des Jahres“ verliehen. Kritisiert wurde damals der Einsatz von giftigem Schweröl und der dadurch entstehende gesundheitsschädliche Rußpartikelausstoß.

Das Unternehmen reagierte prompt auf diese Vorwürfe und ernannte im Mai 2012 die Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn zur Direktorin für Umwelt- und Gesellschaft bei AIDA Cruises.

In den letzten Jahren hat die Reederei in neue Ökotechnik und hochmoderne Verfahren investiert, um die Schadstoffemissionen der gesamten Flotte auf See und während der Hafenliegezeiten deutlich zu reduzieren. Damit hat AIDA eine Vorreiterrolle auf dem Kreuzfahrtmarkt eingenommen.

AIDA Cruises selbst dokumentiert die Fortschritte für den Umweltschutz im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht AIDA cares.

Meilensteine der AIDA Green Cruising Strategie

Die wichtigsten Meilensteine der AIDA Green Cruising Strategie im Überblick:

  • 2004 – Bereits mit dem Auftrag für AIDAdiva und bei allen weiteren Neubauten wird die Landstromnutzung berücksichtigt.
  • 2011 – Die weltweit ersten Schiffe, die im Hafen mit emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) oder Landstrom versorgt werden können, werden in Auftrag gegeben.
  • 2016 – AIDAprima wird in Dienst gestellt. Sie ist das erste Kussmundschiff, das neben der Möglichkeit zur LNG-Versorgung im Hafen auch über einen Landstromanschluss und ein Abgasreinigungssystem verfügt.
  • 2017 – AIDAsol nutzt in Hamburg als erstes Kreuzfahrtschiff Europas erste Landstromanlage.
  • 2018 – AIDAnova nimmt ihren Dienst auf. Sie ist das erste Kreuzfahrtschiff, das mit emissionsarmem LNG angetrieben wird und 2019 mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet wurde.
  • 2019 – Bereits zehn Schiffe der AIDA Flotte sind landstromfähig beziehungsweise technisch darauf vorbereitet. Weitere Schiffe werden mit der Zeit folgen.
  • 2021 – Dank der Initiative von AIDA Cruises werden Landstromanlagen in Kiel und Rostock eröffnet. An Bord von AIDAnova werden erstmals Brennstoffzellen zum Einsatz kommen. Im Winter wird zudem AIDAcosma, das zweite LNG-Kreuzfahrtschiff der Flotte in Dienst gestellt.
  • 2022 – Ein AIDA Schiff erhält das bisher größte Batteriespeichersystem in der Kreuzfahrt.

Copyright Bilder: © AIDA Cruises

Ziel: Erstes emissionsfreies Kreuzfahrtschiff bis 2030

Die bisher größte Herausforderung hat sich AIDA Cruises bis 2030 vorgenommen: In weniger als zehn Jahren soll das erste emissionsfreie Schiff entwickelt werden. LNG ist dabei jedoch nicht die Lösung. Die rein mit Flüssigerdgass betriebenen Schiff sind nur ein Zwischenschritt, wie die Reederei auf ihrer Website schreibt.

Deshalb ist das Kreuzfahrtunternehmen derzeit auf der Suche nach der besten Energiekombination. Diese muss nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch den reibungslosen Betrieb eines Kreuzfahrtschiffes gewährleisten können. Bisher sei Wasserstoff das Mittel der Wahl, wie rnd.de berichtete. Statt wie bisher mit fossilen Brennstoffen, könnte das emissionsfreie AIDA Schiff mit sogenannten E-Fuels betrieben werden. Dabei handelt es sich um synthetisch hergestellte Kohlenwasserstoffe, die aus Wasserstoff und CO2 gewonnen werden.

Neben dem ersten emissionsfreien Kreuzfahrtschiffes steht zudem auch schon der nächste Meilenstein fest: Bis 2040 soll die gesamte AIDA Flotte klimaneutral auf Kurs sein.

Die Meilensteine der AIDA Green Cruising Strategie können Sie als PDF downloaden.

Meilensteine der AIDA Green Cruising Strategie

Copyright Bild: © AIDA Cruises


AIDA Umweltschutz-Maßnahmen

„Die beste Tonne Treibstoff ist die, die wir nicht verbrauchen.“ Beim Thema Ressourcenschonung und Emissionsschutz setzt AIDA Cruises auf neueste Technik. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Innovationen vor.


  • Brennstoffzellen

  • Auf AIDAnova wird der Einsatz von Brennstoffzellen getestet. Die Praxistests finden im Rahmen des Forschungsprojektes „Pa-X-ell 2“ statt, das durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird. Wie so eine Brennstoffzelle funktioniert, zeigt das folgende Video der Meyer Werft:



  • Batteriespeichersysteme

  • AIDA Cruises steigt in die praktische Nutzung elektrischer Energie aus Batteriespeichersystemen an Bord großer Kreuzfahrtschiffe ein. Dafür arbeitet die Reederei mit dem Batteriehersteller Corvus Energy zusammen, einem der renommiertesten Anbieter von Schiffsbatterien.

    Die neue Technologie wird zunächst an Bord von AIDAperla in Betrieb genommen. Die Erkenntnisse aus diesem Pilotbetrieb sollen zukünftig auch in die Nutzung von Batteriesystemen auf weiteren Schiffe einfließen.


  • Flüssigerdgas

  • Die Schiffe der Hyperion-Klasse, AIDAprima und AIDAperla, verfügen über einen Dual-Fuel-Motor, der neben Schiffsdiesel auch das erheblich umweltfreundlichere Flüssigerdgas (LNG) verbrennen kann. Während der Liegezeit im Hafen können die Schiffe vollständig mit diesem betrieben werden.

    Im November 2018 stach mit AIDAnova das erste Kreuzfahrtschiff in See, das dank des innovativen Antriebssystems auch auf See zu 100 Prozent mit LNG versorgt werden kann. Ende 2021 folgt mit AIDAcosma das zweite LNG-betriebene Schiff.



  • Neues Filtersystem für Abgase

  • Das sogenannte EGCS (Exhaust Gas Cleaning System) gewährleistet eine mehrstufige Reinigung der Abgase. Durch das umfassende Filtersystem ist es möglich, Emissionen um 90 bis 99 Prozent zu minimieren. Die meisten AIDA Schiffe sind bereits mit dem neuen Abgasreinigungssystem ausgestattet worden. Die Nachrüstung der verbleibenden Schiffe ist in Planung.


  • Landstromversorgung

  • Rund 40 Prozent ihrer Betriebszeit verbringen die AIDA Schiffe in einem Hafen. Auch während dieser Zeit muss die Stromversorgung aufrechterhalten werden. Um diese Energie nicht aus den Dieselgeneratoren gewinnen zu müssen – ein Kreuzfahrtschiff im Hotelbetrieb benötigt in etwa so viel Energie wie eine Kleinstadt – hat AIDA Cruises im Juni 2016 in Hamburg eine Landstromanlage in Betrieb genommen. Seit Kurzem können die AIDA Schiffe auch in Warnemünde und Kiel mit Landstrom versorgt werden.



  • Papier- und Plastikverbrauch reduzieren

  • AIDA Cruises verzichtet seit 2019 komplett auf gedruckte Tickets für Landausflüge. Diese werden durch die Bordkarte ersetzt, die jeder Passagier besitzt. Bordrechnungen werden bereits seit 2013 nur noch auf Wunsch der Gäste ausgedruckt. Der Kabinenbrief wurde durch den digitalen MyAIDA Reiseplaner ersetzt.

    Zudem tragen viele weitere kleine Veränderungen zur Müll-Reduzierung bei: Mehrwegbecher statt Einwegbecher, Papiertragetaschen statt Plastiktragetaschen, Nutzung von Trinkhalmen und Cocktailspießen aus abbaubarer Stärke oder Holz, Verwendung von mikroplastikfreier Kosmetik sowie der Verzicht auf Einwegbesteck und Plastikverpackungen.

AIDA kennzeichnet nachhaltige Ausflugangebote mit einem Baum-Symbol. Die Kriterien dafür wurden zusammen mit der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. entwickelt und richten sich nach sozialen, ökologischen und kulturellen Gesichtspunkten.



  • Wasserverbrauch verringern

  • Auch Maßnahmen zur Verringerung des Wasserverbrauchs werden in Angriff genommen - so wird zum Beispiel der Bezug von Frischwasser vom Land durch die Erhöhung der Eigenproduktion aus Meerwasser reduziert. Maßnahmen wie Durchflussbegrenzer in WC-Spülungen, Waschbecken und Duschen sowie moderne Wäschereitechnik sorgen ebenfalls für einen niedrigeren Wassereinsatz.


  • Weniger Lebensmittelabfälle

  • An Bord der Kussmundschiffe setzen die Köche auf frische Zutaten. Durch den Verzicht auf Tiefkühl- und Convenience-Produkte wird Verpackungsmüll vermieden. Durch bedarfsgerechtes Kochen kann außerdem der Lebensmittelverschwendung Einhalt geboten werden.

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  • Sonstige Maßnahmen

  • Neben den bereits genannten Umweltschutz-Maßnahmen kommen noch viele weitere Veränderungen hinzu - beispielsweise die Umstellung der Scheinwerfer auf energiesparende LEDs oder ein spezieller Anstrich des Schiffsrumpfs, der die Ansiedelung von Organismen, die als Fremdkörper in andere Ökosysteme eindringen könnten, verhindert.


Zusammengefasst: Für unsere eiligen Leser

AIDA Cruises hat in den letzten Jahren stark in den Einsatz und die Entwicklung moderner Technologien investiert, um die Schifffahrt nachhaltiger zu gestalten. Ein besonderer Meilenstein war die Indienststellung von AIDAnova, dem ersten LNG-betriebenen Kreuzfahrtschiff, im Jahr 2018. Bereits Ende 2021 folgt mit AIDAcosma ein weiteres Schiff, das mit Flüssigerdgas betrieben wird. Zurzeit hat AIDA Cruises eine Vorreiterrolle im Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement auf dem Kreuzfahrtmarkt inne und macht wichtige Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Schifffahrt. Damit das so bleibt, wird sich das Unternehmen auch in den kommenden Jahren stetig weiterentwickeln. Bis 2030 hat sich die Reederei zum Ziel gesetzt, das erste emissionsfreie Kreuzfahrtschiff zu entwickeln. Bis 2040 soll die gesamte Flotte klimaneutral auf Kurs sein.


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